Bakterien
Bakterien sind bei allen Lebewesen zu finden, sie spielen im Körper eine große Rolle. So leben im Darm eine Vielzahl verschiedener Bakterien, die zusammen die verdauungsfördernde Darmflora bilden. Bakterien können aber auch als Krankheitserreger wirken. Sie können eitrige Wundentzündungen (Infektionen), Sepsis (Blutvergiftung) oder die Entzündung von Organen verursachen. Sind Bakterien in den Körper eingedrungen und haben eine Infektion ausgelöst, müssen Antibiotika als einzig wirksames Mittel gegen Bakterien eingesetzt werden. Um Erkrankungen vorzubeugen, wurden von der Hygiene, einem Fachgebiet der Medizin, zwei Methoden zum Kampf gegen Bakterien entwickelt: Die Sterilisation und die Desinfektion. Durch diese Methoden können Gegenstände keimfrei gemacht werden, bzw. kann die Zahl der Bakterien stark vermindert werden.
Auszug einiger relvanter Bakterien Yersinia Resistenzen: Überleben in der Umwelt für Wochen; Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen:Tröpfcheninfektion; Arthropode (Flöhe) über Bisse Krankheitsbild bei einem Hund: Meist symptomlos; manchmal mit Durchfällen; in schweren Fällen mit Abmagerung und Gelbsucht Krankheitsbild bei einer Katze: Meist symptomlos; manchmal mit Durchfällen; in schweren Fällen mit Abmagerung und Gelbsucht Krankheitsbild bei einem Mensch: Fieberhafte Darmentzündung mit Lymphknotenentzündung; akute Bauchschmerzen; Erbrechen; Gelenkentzündung des Knies; Sprunggelenk und Zehen; bis hin zur Arthritis Doctor Bark Expertenempfehlung: Hunde infizieren sich durch direkten Kontakt mit Artgenossen oder beim Streunern durch Wiesen und Wälder im Frühjahr und Sommer. Hier ist der Floh der übertragende Vektor. Zur Vermeidung empfiehlt sich ein regelmäßiges Kontrollieren und Kämmen des Hundes nach dem Spaziergang. Brucella canis Resistenzen: Mittlere Überlebensdauer in der Umwelt; Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Kontaktinfektion oral und über Schleimhäute (Nase, Augen, Mund); Urin; Preputium; Vaginalausfluß bei Läufigkeit Krankheitsbild bei einem Hund: Klinisch symptomlos, oder mit Fieber, welches bis zu einem Jahr andauert; Todgeburten Krankheitsbild bei einem Mensch: Fieberhafte Allgemeinerkrankung mit grippeartigen Symptomen Doctor Bark Expertenempfehlung: Trotz oftmals fehlender klinischen Symptome, sind Hunde Krankheitsverbreiter. Infektiöse Körperflüssigkeiten verteilen sich überall dort, wo sich Hunde aufhalten, besonders an ihren Liege- und Schlafstellen. Um eine Infektion anderer Tiere und des Menschen im Haushalt zu vermeiden, sollte bei Verdacht der Tierarzt aufgesucht werden. Vorbeugend gilt es alle Liege- und Schlafflächen in kurzen und regelmäßigen Abständen bei 95°C zu waschen, bis der Verdacht abgeklärt oder der vermehrte Ausfluss von Körpersekreten abgeklungen ist. Hygiene steht an erster Stelle.
Camphylobakter jejuni und coli (wichtiger Zoonoseerreger) c. upsaliensis Resistenzen: Kurze Überlebensdauer in der Umwelt; Hitzeresistenz bis 65˚C Übertragung auf den Menschen: Würmer, Arthropoden, c. upsaliensis: Über Kot und somit auch über den direkten Kontakt mit einem Hund (Katze) nach dem Eigenreinigungsakt des Hundes (Katze) Krankheitsbild bei einem Hund: Durchfallerkrankung; belebte und unbelebte Vektoren; oftmals sind Hunde infiziert ohne auffällige, klinische Veränderung Krankheitsbild bei einer Katze: Durchfallerkrankung; belebte und unbelebte Vektoren; oftmals sind Katzen infiziert ohne auffällige, klinische Veränderung Krankheitsbild bei einem Mensch: Fieberhafte Durchfälle ohne Erbrechen; gesteigerte Infektionsgefahr besteht durch junge Hunde, wobei Kinder und ältere Menschen besonders empfänglich sind Doctor Bark Expertenempfehlung: Bei jeder Durchfallerkrankung oder bei jedem weichen Stuhlgang liegt der Verdacht zwangsläufig auf Parasitenbefall. Würmer übertragen diese Bakterien. Bei länger andauernden Veränderungen den Tierarzt aufsuchen und vorbeugend alle Liege- und Schlafflächen bei 95°C waschen. Hygiene nach direktem Hundekontakt berücksichtigen. Tuberculose Resistenzen: Geringe Resistenz in der Umwelt, aber in Staub monatelang infektiös, Hitzeresistenz bei 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Schmierinfektion: Spucke, Urin, Kot; oral und über Wunden; aerogen Krankheitsbild bei einem Hund: Organ- und Lymphknotenvergrößerung; klinische Anzeichen ausgeprägter als bei der Katze Krankheitsbild bei einer Katze: Organ- und Lymphknotenvergrößerung; weniger ausgeprägte klinische Anzeichen als beim Hund Krankheitsbild bei einem Mensch: Primärtuberkulose (Primärherd und zugehörige Lymphknoten) in der Lunge; Pleuritis exsudativa; hämatogene Streuung: Miliartuberkulose, Meningitis, Peritonitis, Knochen-, Gelenk-, Haut- und Genitaltuberkulose Doctor Bark Expertenempfehlung: In Verdachtsfällen umgehend den Tierarzt aufsuchen. Durch Schmierinfektionen kann das Bakterium im ganzen Haushalt verteilt sein, besonders in staubigen Ecken und vom Hund bevorzugten Stellen. Gründliche Reinigung und Desinfektion sind ein Muss. Liege- und Schlafflächen bei 95°C waschen. Chlamydia psittaci Resistenzen: Bei Raumtemperatur gute vier Wochen infektiös, Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Schmierinfektion: Spucke, Urin, Kot; aerogen über direkten Kontakt, oder über Staub und aufgewirbelten Dreck; oral Krankheitsbild bei einem Hund: Purulente conjunctivitis, purulenter Nasenausfluss, Nasenschleimhautentzündung, Lungenentzündung, die zum Tod führen kann (30% bei Katzen), Übertragung auch wechselseitig von Hund zu Katze und Katze zu Hund Krankheitsbild bei einer Katze: Purulente conjunctivitis, purulenter Nasenausfluß, Nasenschleimhautentzündung, Lungenentzündung, die zum Tod führen kann (30% bei Katzen), Übertragung auch wechselseitig von Hund zu Katze und Katze zu Hund Krankheitsbild bei einem Mensch: Fieberhafte Erkrankung, oftmals mit atypischer Pneumonie Doctor Bark Expertenempfehlung: Sollten Sie vermehrten eitrig- gelben Augen- oder Nasenausfluss feststellen, sollten Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen. Durch Schmierinfektionen kann das Bakterium im ganzen Haushalt verteilt sein, besonders in staubigen Ecken und vom Hund bevorzugten Stellen. Gründliche Reinigung und Desinfektion sind ein Muss. Liege- und Schlafflächen bei 95°C waschen. Leptospiereninfektion Resistenzen: lange Überlebensdauer in der Umwelt; Hitzeresistenz bis 60˚C Übertragung auf den Menschen: Perkutan durch Mikrotraumen, intakte Schleimhäute im Gesichtsbereich Krankheitsbild bei einem Hund: Fieber, Inappetenz, Depression, Gelbsucht, Anämie, Erbrechen, Nierenentzündung, Nierenversagen Krankheitsbild bei einem Mensch: 1. Phase (Bakteriämie): Hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen conjunctivitis, dann kurze fieberfreies Intervall; 2. Phase (Organmanifestation): Ikterus, Meningitis, Nephritis, Hämorrhagien Doctor Bark Expertenempfehlung: Bei solch schwerwiegenden Veränderungen des Hundes dringend den Tierarzt aufsuchen. Bis zur Abklärung der Symptome übermäßigen Kontakt mit dem Hund vermeiden. Vorsichtshalber alle Liege- und Schlafflächen zumindest oberflächlich desinfizieren. Wenn möglich bei 95°C waschen. Listeriose Resistenzen: Geringe Resistenz in der Umwelt, Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Schmierinfektion (Fäzes), direkter Kontakt mit infizierten Tieren Krankheitsbild bei einem Hund: Hund selten mit erheblichen, klinischen Anzeichen Krankheitsbild bei einer Katze: Katzen selten mit erheblichen, klinischen Anzeichen Krankheitsbild bei einem Mensch: Pusteln auf der Haut, Endokarditis, Pleuritis, Meningitis, Encephalitis, besonders gefährdet sind Schwangere, Kinder und alte Menschen Doctor Bark Expertenempfehlung: Um die Infektionskette zu unterbrechen ist eine tierärztliche Behandlung zwingend nötig. Liege- und Schlafflächen unbedingt bei 95°C waschen. Somit ist hier die Reinfektion in Kombination mit systemisch, antibiotischer Behandlung ausgeschlossen. Streptokokken Resistenzen: Geringe Resistenz in der Umwelt; Hitzeresistenz bis 65˚C Übertragung auf den Menschen: Direkter intensiver Kontakt mit infizierten Tieren und deren Ausscheidungen z. B. Nasen-, Eitersekret, durch oberflächliche Bissverletzung (Hund, Katze) Krankheitsbild bei einem Hund: Nabel- und Wundinfektion, Abszesse, Metritis, Arthritis, Septikämien Krankheitsbild bei einer Katze: Nabel- und Wundinfektion, Abszesse, Metritis, Arthritis, Septikämien Krankheitsbild bei einem Mensch: Wundinfektion, Pharyngitis, Pneumonie, Pleuritis, Endokarditis, Meningitis, Arthritis, Glomerulonephritis Doctor Bark Expertenempfehlung: Das Haustier muss zur antibiotischen Behandlung dem Tierarzt vorgestellt werden. Zur Vermeidung der Reinfektion sollten zusätzlich alle Liege- und Schlafflächen bei 95°C gewaschen werden. Pasteurellen Resistenzen: geringe Resistent in der Umwelt, Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Über Biss- oder Kratzverletzungen durch infizierte Tiere, Schmierinfektion, aerogene Tröpfcheninfektion, oral (sehr selten) Krankheitsbild bei einem Hund: Veränderung der Maulhöhle, zusätzlicher Befall der Atemwege und der Lunge; Röchelgeräusche und Niesen beim Hund treten vermehrt auf; bei Jungtieren häufig mit Septikämie Krankheitsbild bei einer Katze: Veränderung der Maulhöhle, zusätzlicher Befall der Atemwege und der Lunge; Röchelgeräusche und Niesen bei der Katze treten vermehrt auf; bei Jungtieren häufig mit Septikämie Krankheitsbild bei einem Mensch: Wundinfektionen mit Abszessen und Nekrosen; bei Immunsuppression durch eine andere Krankheit mit Infektion der Atemwege und der Lunge Doctor Bark Expertenempfehlung: Bei unsauberen Atemgeräuschen und Nieren mit Ausfluss muss immer eine Infektion der oberen und tiefen Atemwege in Betracht gezogen werden. Tierärztliche Behandlung ist dringend empfohlen. Schon im Verdachtsfall sollten die Liege- und Schlafflächen gereinigt und bei 95°C gewaschen werden. Eine Erkrankung des Menschen mit Pasteurellen kann verheerende Folgen haben. Salmonelleninfektion Resistenzen: Geringe Resistenz in der Umwelt, allerdings gute Resistenz in warmer Umgebung; Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Über Faeces und Erbrochenes, nur oral; hierzu muss das Haustier keine klinischen Anzeichen haben, Erreger werden ausgeschieden, ohne dass das Haustier einen klinischen Befund zeigt Krankheitsbild bei einem Hund: Meist latent, aber bei Sekundärinfektion mit Diarrhö, Fieber, Erbrechen, Abgeschlagenheit Krankheitsbild bei einer Katze: Meist latent, aber bei Sekundärinfektion mit Diarrhö, Fieber, Erbrechen, Abgeschlagenheit Krankheitsbild bei einem Mensch: Fieberhafte Allgemeinerkrankung mit Diarrhö, Erbrechen, Magenschmerzen, Abgeschlafftheit; aufsteigender Befall der Gallenblase und Gallengänge, Kinder und alte Menschen sind sehr risikobehaftet; eine Salmonellenerkrankung beim Menschen ist meldepflichtig Doctor Bark Expertenempfehlung: Im Verdachtsfall umgehend den Tierarzt und Humanmediziner aufsuchen. Bis zur definitiven Laborbericht vorsorglich den Haushalt und das Auto gründlich reinigen. Alle Liege- und Schlafflächen müssen bei 95°C gewaschen werden. Nicht ohne Grund ist eine Salmonelleninfektion beim Menschen meldepflichtig. Ehrlichiose Resistenzen: Vektor, über die Braune Hundezecke; Zecken haben eine hohe Resistenz; überleben für Jahre im Haus und im Freien; die Zecke ist Hitzeresistenz bis 45˚C Übertragung auf den Menschen: Durch direkten Kontakt mit dem Hund/Katze werden die Zecken übertragen, abgefallene Zecken können allerdings im ganzen Haushalt aufgenommen werden Krankheitsbild bei einem Hund: Fieber, Inappetenz, Depression, Nasen- und Augenausfluß, Abmagerung; in chronischen Fällen mit Blutungen der Schleimhaut, Lympfknotenschwellung, Ödeme Krankheitsbild bei einer Katze: Katzen werden selten von Zecken befallen, Katze kann aber Zecke vom Hund bekommen Krankheitsbild bei einem Mensch: Ähnlich wie Hund, aber milder Doctor Bark Expertenempfehlung: In den Jahreszeiten mit vermehrtem Zeckenbefall (Mai bis September) den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken absuchen und gegebenenfalls bei dickem Fell durchkämmen. Liege- und besonders Schlafflächen täglich nach Zecken kontrollieren. Zecken können wegen ihrer Größe schnell übersehen werden. Daher Liege- und Schlafflächen mit beispielsweise tiefen Falten vorsichtshalber bei 95°C waschen. Lyme Borreliose Resistenzen: Zecken haben eine hohe Resistenz; überleben für Jahre im Haus und im Freien; Temperaturresistenz bis 45˚C Übertragung auf den Menschen: Vektor ist die Zecke: ixodes ricinus; Bisse der Zecke nach Aufnahme der Bakterie vom Hund Krankheitsbild bei einem Hund: Erytheme, sind nur schlecht unter dem Fell zu sehen; Lahmheiten, Arthritiden, Fieber, Anorexie, Paresen und Paralysen durch Schädigung des Nervensystems; Erkrankung wird nur selten auf Zeckenbisse zurückgeführt, daher meist falsche Behandlung Krankheitsbild bei einem Mensch: Stadium 1: Fieber, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellung; Stadium 2: Facialisparese; Stadium 3: Arthritiden, acrodermatitis chronica atrophicans, selten Encephalitis Doctor Bark Expertenempfehlung: In den Jahreszeiten mit vermehrtem Zeckenbefall (Mai bis September) den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken absuchen und gegebenenfalls bei dickem Fell durchkämmen. Liegeflächen täglich nach Zecken kontrollieren. Zecken können wegen ihrer Größe schnell übersehen werden. Daher Liege- und Schlafflächen mit beispielsweise tiefen Falten vorsichtshalber bei 95°C waschen. Chlamydia felis, Bakterium Resistenzen: Überleben in der Umwelt für Wochen, Hitzeresistenz bis 60-80˚C Übertragung auf den Menschen: Aerogene Infektion Krankheitsbild bei einer Katze: Conjunctivitis, Rhinitis, Pharyngitis Krankheitsbild bei einem Mensch: Fieberhafte Allgemeinerkrankung mit grippeartigen Symptomen, atypische Pneumonien, Konjunktivitis, Kreislaufstörung Doctor Bark Expertenempfehlung: Vorsichtshalber sollte bei jedem klinischen Anschein auf andauernde Bindehautentzündung, Schnupfen oder Kehlkopfentzündung der Tierarzt aufgesucht werden. Nach klinischem Befund gilt es, die Umgebung des Hundes zu reinigen und die Liege- und Schlafplätze bei 95°C zu waschen, um Reinfektionen vorzubeugen. 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